Leine-Zeitung vom 24.11.2012 - Die Gegner erhalten Rückhalt

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Die Leine-Zeitung vom 24.11.2012 titelt unter dieser Überschrift:

"Leinebogen-Projekt: Politiker aus Region, Garbsen und Seelze äußern sich ablehnend"

und weiter:

"„Bitte nehmen Sie und Ihre BI zur Kenntnis, dass die CDU-Fraktion in Garbsen das Ansinnen, in der Leineaue eine Seenlandschaft zu errichten, voll und ganz ablehnt“, schreibt der Vorsitzende Heinrich Dannenbrink an Christian Ulf Petzold von der Bürgerinitiative."

sowie:

"Der Widerstand gegen den Leinebogen, eine künstliche Seenlandschaft zwischen Hannover, Garbsen und Seelze, wächst: Gestern hat sich die CDu-regionsfraktion ablehnend zu
dem Projekt geäußert. Und auch Kommunalpolitiker aus Seelze und Garbsen wollen die Seenplatte verhindern."

Pressemitteilung vom 30.09.2010 von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Regionsversammlung

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Projekt Leinebogen ist nichts für Hannover

Das Projekt "Leinebogen - Ein neuer See im Nordwesten Hannovers" wird aktuell diskutiert. Die GRÜNEN in der Regionsversammlung sind Gegner dieser Idee. „ Eine künstlich angelegte Seenlandschaft ist ein Projekt für Dubai, aber nichts für uns in Hannover“, betont Ulrich Schmersow, umweltpolitischer Sprecher.

„Dem Projekt steht der Naturschutz entgegen. Damit steht das Vorhaben gar nicht erst zur Debatte“, so Schmersow. Nach einer Planung des Architekten Grobe soll in der Leineaue zwischen Herrenhausen und Seelze ein großer Freizeitsee angelegt werden. Rechtliche Vorprüfungen haben gezeigt, dass das Projekt aber nicht umsetzbar ist. Das EU-Schutzgebiet „Flora-Fauna Habitat“ (FFH) verbietet einen solchen Eingriff in die Natur. Nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie ist es unzulässig, den natürlichen Gewässerzustand der Leine derart zu verändern

„Die Planung ist arrogant, größenwahnsinnig und gegen die Menschen gerichtet die dort leben“, bringt es Schmersow auf den Punkt. Neben dem Wert der Auenlandschaft geht es den GRÜNEN um die gewachsene Kulturlandschaft. Schon jetzt ist das Gebiet ein attraktiver Naherholungsraum, der von den Bürgerinnen und Bürgern gern angenommen wird. Kommunen und Region haben bereits viel Geld investiert. Bei der Flutung des Leinebogens ginge dieser geschaffene Naherholungswert unter.

Bei Rückfragen erreichen Sie Ulrich Schmersow unter 05108 / 2410 und 0511 / 168 - 43839

Grüne Pressemitteilung: Ablehnung Leinesee-Projekt, 31.05.2012

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Grüne lehnen Leinesee-Projekt ab
Drenske: „Auenlandschaft erhalten und fort entwickeln. Grünes NEIN zu Reichen-See.“  

„Wie soll es zusammenpassen, dass wir stolze Bundeshauptstadt der Artenvielfalt sind und eine wertvolle Auenlandschaft einfach überflutet werden soll?“ fragt sich Pat Drenske, umweltpolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion, irritiert. „Außerdem ist die Leineaue ein Ort, der allen Menschen offen steht. Die überschwemmte Leine würde nur noch denjenigen zur Verfügung stehen, die sich ein Haus am Ufer oder gar ein Segelboot leisten können. Eine solche Privatisierung öffentlichen Raumes ist mit uns Grünen nicht zu machen.“

„Wir stehen für den Erhalt der Auenlandschaft!“, so Drenske.

„Sie hat hohe Qualitäten für Freizeit und Naherholung und selbstverständlich als Lebensraum für Pflanzen und Tiere. All die typischen Elemente unserer strukturreichen Aue mit Auwaldgehölzen, Grünland, Flutmulden, Steilufern, Altarmen etc. schaffen eine schutzwürdige Vielfalt. Sie zu sichern und die Qualitäten der Aue fort zu entwickeln, das ist erstrebenswert, aber doch nicht ihr Verlust, indem wir alles monoton unter Wasser setzen!“, ärgert sich Drenske.

„Im Sinne der Fortentwicklung der Aue begrüße ich die aktuell laufende Planung eines Hartholz-Auenwaldes mit Eichen, Eschen und Ulmen in der Aue südlich Marienwerder. Dieser soll im kommenden Herbst gepflanzt werden“, so Drenske

Hintergrund:

Es besteht die Idee einer künstlichen Seenlandschaft innerhalb der Leineaue nordwestlich des Wehrs von Herrenhausen. Die angedachte Fläche ist im Gebiet der LHH weitgehend als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen (Mittlere Leineaue). Die Fläche nordwestlich Wehr Herrenhausen ist in großen Teilen auch FFH-Gebiet, insbesondere mit dem Flußneunauge als FFH-Art in der Leine.

Bündnis 90/Die Grünen
Pat Drenske

Aus der Leine-Zeitung: "Ratsmitglieder werden befragt"

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Am heutigen Tag schreibt die Leine-Zeitung dazu:

"Leinebogen-Gegner kündigen Umfrage unter Kommunalpolitikern zur Leineaue an"

und weiter:

"Die Initiatoren der künstlichen Seenlandschaft um den Architekten Peter Grobe und Walter Richter haben nach Einschätzung von Christian Ulf Petzold von der Bürgerbewegung pro Leineaue in mindestens drei öffentlichen Informationsveranstaltungen in Seelze und Garbsen nur Ablehnung erfahren. Dennoch habe er den Eindruck, dass die Planer ihr Projekt auch gegen diesen Widerstand durchsetzen wollten, berichtet Petzold. Sämtliche Sorgen, Einwände und Ängste würden ignoriert."

Lesen Sie mehr in der Leine-Zeitung vom 20.11.2012

Leserbrief zum HAZ Leine-Zeitung Artikel vom 26.10.2012

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Leserbrief zum Artikel Leinebogen in der Leinezeitung vom 26.10.2012
 
Projektvorstellung Leinebogen in Garbsen am 24.10.2012 
durch den Verein Leinebogen e.V  Peter Grobe (Architekt) und Walter Richter (SPD).
 
Im Vergleich zur ersten Vorstellung des Projektes in Letter am 19.07.2012 war die Präsentation sorgfältig überarbeitet und rhetorisch bestens aufgearbeitet.
So diente die Flutung nicht mehr dazu, belastete Ackerflächen und verbuschtes, nutzloses Ödland zu sanieren.
Heute ging es darum, eine Fläche, die durch bisherige falsche Nutzung keine Naturlandschaft mehr ist, wieder durch die Schaffung von künstlichen Seen und Naturschutzflächen, ja der Aufschüttung von Inseln für den Vogelschutz herzustellen. Natürlich mit dem größten Freizeitwert für den Menschen und das alles frei zugänglich zum Nulltarif. Von der geplanten Wohnbebauung der Seeränder mit 10 000 Wohneinheiten für 20 000 Menschen erstmal keine Erwähnung.
Dieses klingt einschmeichelnd, freundlich, fortschrittlich für den Zuhörer.
Allerdings trugen die anwesenden Gutachter heute ihre Erkenntnisse eher schwach und lustlos vor.
In der anschließenden Diskussion, die eigentlich als  Fragestunde an das Präsidium gedacht war, zeigte sich sehr schnell der Widerstand, der von Garbsener Bürgern qualifiziert vorgetragen wurde.
Die Sorgen und Bedenken, ja die offene Ablehnung prallte am Präsidium ab. Dieses ist von der Durchsetzung seines Projektes gegen alle Widerstände überzeugt.
Herr Grobe glaubt mit der Verteilung einer bunten Broschüre, alle Zweifel an seiner Idee auszuräumen.
Der SPD Regionsabgeordnete Walter Richter lächelt nur gelangweilt, als ein Bürger ihm vergleichend das Millionendebakel um den gescheiterten neuen Nürburgring und dem zurückgetreten SPD Ministerpräsidenten vorträgt. Er hält sein Projekt zur Sicherung des Standortes Hannover für unabdingbar, verbessert sich dann schnell auf die Region Hannover, Garbsen eingeschlossen, um dem Protest aus dem Publikum zu begegnen. Er korrigiert auch die Aussage seines Gutachters zum demografischen Wandel, der eine natürliche Abnahme der Einwohner durch Alterung voraussagt.
Seine Theorie der Entvölkerung der ländlichen Gebiete, wie dem Harz und der Region Lüchow-Dannenberg, durch Arbeitssuchende, die dann von Hannover angelockt werden sollen und hier Wohnraum benötigen, trägt er hartnäckig wiederholt vor. Seine Genossen in den betroffene Gebieten werden diesen Schmäh hoffentlich gebührend beantworten.
Überhaupt zeigt er sich ziemlich bockig. Auch der Bitte aus dem Publikum, doch einmal die Namen der bisherigen Sponsoren und Geldgeber zu nennen, verweigert es sich komplett. Auch mögliche Investoren will er nicht nennen.
 
— Das schafft Vertrauen —
 
Überhaupt wundert es, dass die SPD Garbsen einem Genossen dieses Podium bietet, der offensichtlich sein Projekt auch gegen betroffene Bürger durchsetzen will. Die schöne neue Freizeitwelt wird dem Bürger in Aussicht gestellt, doch dieses Projekt vermindert die Lebensqualität der hier lebenden Menschen allein schon durch jahrelange Bautätigkeit für die Erschließung des Neubaugebietes „Leinebogen“ mit 10 000 Wohneinheiten und 20 000 Neubürger, ein Baugebiet das niemand braucht.
In der vom Podium als beispielhaft bemühten Hamburger Hafencity kostet der qm Mietfläche 25 € und mehr. Wunschdenken für dieses Projekt?
Viele Fragen sind nicht beantwortet.
Frei nach dem Motto: „Auf zu neuen Ufern, auch wenn das letzte Stück Natur, das wir noch haben, verspielt wird ….und nach uns die Sintflut!!!“
Politiker werden nicht wiedergewählt oder treten bestens versorgt zurück. Für den Schaden, den sie anrichten, sind sie oft nicht haftbar zu machen und der Steuerzahler darf dann den Schaden zahlen. 
 
Hoffentlich beendet der Wählerwille endlich diesen Spuk.
 
Helmut Herwig Seelze

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