Leserbrief Leine-Zeitung, Frau Monsler

am .

Sehr geehrte Damen und Herren,

bemerkenswert ist die Arroganz, mit der das Projekt durchgesetzt werden soll. Entgegen der ursprünglichen Aussage des Vereins „Leinebogen“, dass eine Projektplanung nicht gegen den Willen der beteiligten Kommunen erfolgen würde, macht sich der Vereinsvertreter Herr Richter nun die Welt, wie sie ihm gefällt. Getreu des Mottos „Warten wir mal die Kommunal-wahl ab“, wird nun fleißig daran gewerkelt, Mehrheiten solange zu organisieren, bis sie ins Konzept passen. Leider ist der durch den „Leinebogen“ geplante Eingriff in eine intakte Auenlandschaft, die dazu da ist Hochwasser aufzunehmen, im Gegensatz zu Mehrheits-verhältnissen nicht unumkehrbar. Die Wählerinnen und Wähler werden daher das Abstimmungsverhalten ihrer Vertreter in Stadt und Region genau registrieren.

Ausgerechnet das aktuelle Leinehochwasser wird nun von Herrn Richter dazu missbraucht zu behaupten, der geplante „Leinebogen“ entspanne zukünftige Hochwasserlagen und hätte Straßensperrungen überflüssig gemacht. Infrastrukturelle Maßnahmen wie eine hochwasser-sichere Anbindung Letters an die B6 (sog. Leinesprung) sind aber nicht von der Realisierung des Projekts abhängig. Herr Richter verschweigt denn auch, dass die Kosten erforderlicher Infrastrukturmaßnahmen nicht durch das Projekt refinanziert werden. Die Investoren haben keineswegs vor, eine hochwassersichere Leinequerung zu finanzieren, denn daran verdienten sie ja kein Geld. Derartige Kosten sollen auf die ohnehin schon klammen Kommunen, Region und Land abgewälzt werden. Und so viel sollte auch der Bürgermeister der Stadt Seelze, Herr Schallhorn, wissen, ohne das seiner Ansicht nach noch nicht alle Fakten auf dem Tisch lägen.

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