Worum es uns geht

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Der Verein Leinebogen e.V. plant eine radikale Umgestaltung der bestehenden Flusslandschaft zwischen Herrenhausen und Gümmer in eine Wasserfläche mit Staustufen und bereichsweise verlegter Leine.

Ein Lageplan mit angedeuteten baulichen Vorhaben kann unter http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Bau-des-Leinebogens-wuerde-30-Jahre-dauern in großer Auflösung angesehen werden.

Der  Plan lässt die ökologischen, technischen und ökonomischen Probleme nur erahnen. Eine schriftliche Erläuterung des Vorhabens zur Bürgerinformation gibt es nicht. Die Initiatoren sind bis heute auch nicht bereit, angeblich vorliegende Gutachten zugänglich zu machen, um öffentlich vorgebrachte Einwendungen  auszuräumen. Im Gegenteil, in öffentlichen Veranstaltungen  getroffene Zusagen zur Bereitstellung von Unterlagen wurden gebrochen. In der örtlichen Presse wird andererseits immer wieder auf die positive ausgefallenen Gutachten verwiesen.

Die „Bürgerbewegung pro Leineaue“ möchte die bestehende offene Flusslandschaft als vielseitig genutzte Naherholungsfläche erhalten. Die ökologisch wertvolle Leineniederung ist Landschaftsschutzgebiet und teilweise als Flora-Fauna-Habitat besonderem Schutz unterstellt. Die Landeshauptstadt Hannover hat Anfang 2013 mit Anpflanzungen südlich Marienwerders zu einer weiteren Aufwertung der Leineniederung beigetragen, und hat ein Konzept zur Erhaltung und zur Weiterentwicklung des charakteristischen Landschaftsbildes vorgelegt.

Die Bürgerbewegung ist in diesem Sinne für den Erhalt der Leineaue.

 

Die Bürgerbewegung ist andererseits gegen:

  • die radikale Veränderung des Landschaftsbildes des bestehenden Naherholungsgebietes
  • die Vernichtung ökologisch wertvoller Flächen
  • den Rückbau aktuell realisierter Maßnahmen zur Aufwertung der Flusslandschaft
  • die Ausweitung urbaner Siedlungsflächen (10.000 Wohneinheiten) bis an die Leineaue
  • die Einschränkung der freien Zugänglichkeit der Leineaue
  • die Kommerzialisierung entlang des Leineufers durch eine saisonale Freizeitindustrie
  • die Verkehrs- und Lärmbelastung im Ort durch open-air-Veranstaltungen
  • die Überforderung der Kommunen durch zwangsläufig notwendig werdende unterstützende Infrastrukturmaßnahmen
  • die Gefährdung des Hochwasserschutzes für die bestehenden Wohngebiete
  • die Inkaufnahme von Nachteilen durch die Anhebung des Grundwasserspiegels
  • die Schaffung flache Seen, die nach aller Erfahrung Verkrauten,Verschlammen und biologisch instabil sind
  • jahrelangen Baulärm
  • den irreführenden Vergleich mit positiven Auswirkungen ähnlicher Umgestaltungen zur Renaturierung von Industriebrachen, denn hier geht es um eine bereichsweise Denaturierung einer intakten Kulturlandschaft
  • das Risiko, ein Scheitern des Projektes nach Teilausführung in Kauf zu nehmen

Die Bürgerbewegung ist auch gegen

  • den Wortbruch des Vereins Leinebogen e.V. hinsichtlich der Transparenz des Verfahrens
  • gegen die mangelnde Bereitschaft des Rates der Stadt Seelze eine klare Position einzunehmen (pro oder contra)
  • gegen das taktische Lavieren unter Fraktionszwang in politischen Gremien der Region, ohne sich eindeutig  -anders als in sonstigen Verlautbarungen - für den Erhalt der Leineaue auszusprechen.

Die Bürgerbewegung kann nur etwas ändern, wenn sich Gegner des Leinebogens der Bewegung anschließen, ihre Meinung kundtun und auf politische Entscheidungsträger einwirken.

Wehrt euch, erhaltet die Leineaue!

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