Erhalt und Verbesserung der biologischen Vielfalt in der Leineaue

Der Einsatz für den Erhalt der Leineaue hat vorrangig den Erhalt und die Verbesserung der biologischen Vielfalt (Flora und Fauna) im Naherholungsraum der Bewohner der anliegenden Gemeinden zum Ziel. Worum es konkret geht, hat die Landeshauptstadt Hannover 2009 in Heft 48 ihrer Schriftenreihe kommunaler Umweltschutz ein „Programm zur Verbesserung der biologischen Vielfalt in Hannover“ veröffentlicht. Der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün wirbt dabei ausdrücklich um die Unterstützung des Programms durch engagierte Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Ein Programmpunkt befasst sich mit dem FFH-Gebiet in der Leineaue bei Marienwerder. Konkret geht es um den Auenbereich westlich der Fußgängerbrücke Letter – Marienwerder zwischen Leinearm und südlichem Rand des Klosterforstes Marienwerder.

Mit folgenden Zitaten aus dem Heft 48 sollen die Maßnahmen, Ziele und Randbedingungen zum Erhalt und zur Erweiterung einer halb offenen Flusslandschaft kurz erläutert werden:

  • Es sollen auentypische Lebensräume wie Flutrinnen, Kleingewässer und naturnahe Flussufer, Röhrichte und Hochstaudenfluren geschaffen werden.
  • In Teilbereichen wird Sukzession zu Weidenauwald und –gebüschen zugelassen.
  • Flussnah und teilweise hinter dem Sommerdeich soll extensive Grünlandwirtschaft mit Landschaftsbild prägenden Einzelbäumen überwiegen.
  • Der Bedeutung des Plangebietes für die Naherholung wird Rechnung getragen werden, indem bestehende Wegebeziehungen erhalten bleiben.
  • Grundsätzlich sollen hydraulisch wirksame Maßnahmen so konzipiert werden, dass sie negative Auswirkungen auf Siedlungsbereiche vermeiden. 

Mit dem Planungsgebiet Marienwerder ist ein direkter Bezug zum Projekt Leinebogen gegeben, denn der Verein Leinebogen e.V. möchte das angesprochene Gebiet abgraben, fluten, mit einer Wehranlage sowie einer Randbebauung versehen und für Bootsverkehr freigebenDie oben genannten Maßnahmen und Ziele des Programms zum Erhalt und zur Verbesserung der biologischen Vielfalt würden durch das Projekt „Leinebogen“ vollständig konterkariert. Auch um das zu verhindern, streitet die „Bürgerbewegung pro Leineaue“ für den Erhalt der Leineaue zwischen Herrenhausen und Gümmer.

G. Barg

Quelle: Schriftenreihe kommunaler Umweltschutz, Heft Nr. 48

Landeshauptstadt Hannover, August 2009

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