Argumentationen pro Leineaue

Gigantomanische Planung

Am Beispiel der vorgesehenen Erdarbeiten und der in Aussicht gestellten Wohnbebauung soll das gigantische Ausmaß des Vorhabens aufgezeigt werden.
 
Erdarbeiten
 
Die Seeflächen von Herrenhausen bis Gümmer sollen 660 Hektar umfassen. Geplante Wassertiefen von zwei Meter erfordern unter Berücksichtigung eines Freibords und Unebenheiten des Geländes einen ca. 3 m tiefen Aushub. Selbst dann liegt der Wasserspiegel der Seen bei niedrigen und mittleren Abflüssen noch deutlich oberhalb des Leinewasserstandes.
Das gigantische Ausmaß der Planung zeigen die weiteren Berechnungen.
 
Wasserbauliche Risiken
 
Das Projekt Leinebogen wirft eine Reihe infrastruktureller, technischer, umweltrechtlicher und wirtschaftlicher Fragen auf. Von wesentlicher Bedeutung für die Beurteilung des Vorhabens sind Bewertungen wasserbaulicher Risiken. Konkrete Fragen der Anlieger zur Gefährdung durch Hochwasser und durch ansteigende Grundwasserspiegel wurden bisher mit knappen allgemeinen Worten von den Projektbeteiligten als unproblematisch abgetan. Einerseits spricht der Vorstand des Vereins Leinebogen e.V. von vorliegenden ausführlichen Gutachten und einer Machbarkeitsstudie, andererseits gab es in den Informationsveranstaltungen nur vage Angaben zu wasserbaulichen Eingriffen, weil angeblich nur grobe Voruntersuchungen durchgeführt wurden. Ähnliches gilt für Fragen zur Problematik der Verschlammung und Verkrautung der Seen.
Wo aus heutiger Sicht Erläuterungsbedarf besteht, damit eine sachliche Diskussion über Chancen und Risiken des Projektes möglich wird, ist in den vorläufigen Anmerkungen zu wasserbaulichen Aspekten beschrieben: Anmerkungen zu wasserbaulichen Aspekten des Projektes Leinebogen


Landschaftsschutz- und FFH-Gebiet

Alle in der nördlichen Leineaue betroffenen Gebiete sind entweder Landschaftsschutzgebiete (gemäß §26 Abs.1 BNatSchG, Bundesnaturschutzgesetz) oder Natura2000-Gebiete (gemäß §31-36 Abs. 2 BNatSchG und Richtlinie 92/43/EWG des Europäischen Rates vom 21. Mai 1992, auch Flora-Fauna-Habitat oder kurz FFHRichtlinie genannt). Der Schutz eines Natura2000-Gebietes ist auch im Niedersächsischen Naturschutzgesetz (NNatG) verankert und entspricht dem eines Naturschutzgebietes.
Dies sind hohe Rechtsgüter und eine Abwertung ist gesetzlich nur möglich, wenn ein begründetes öffentlichesInteresse an einer Umwidmung der geschützten Areale die Prüfung der bestehenden Rechtslage notwendig macht.



Überdüngung

Die permanente Überdüngung führt zu starkem Pflanzenwuchs und könnte zu Blaualgenbefall führen. Es stehtzu vermuten, dass die Seen vor der dauerhaften Überdüngung stehen. Als Beispiel starker Verkrautung und Algenwuchs ist hier der Dümmersee zwischen Minden und Diepholz, das Steinhuder Meer und der Maschsee anzuführen. Die bisherige Landwirtschaft in der Leineaue ist auf Nachhaltigkeit, Boden und Gewässerschutz ausgerichtet.

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